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Geschichte

Seit 1363 war Südtirol Teil des österreichischen Kronlandes Tirol und gehörte somit zur
Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Dies änderte sich mit
dem nach dem Ersten Weltkrieg geschlossenen Vertrag von
Saint-Germain, welcher – nachdem Italien unter der Bedingung
des Eintritts in die Entente bereits 1915 die Brennergrenze
sowie Triest zugesprochen worden waren – die endgültige
Teilung Tirols besiegelte.
Was folgte, war eine Phase der Unterdrückung, welche unter
Mussolini und der von den Faschisten veranlassten
Italianisierung des Landes ihren Höhepunkt fand. So wurden
sämtliche Orts- und Flurnamen italianisiert, die Bezeichnung
Tirol sowie der Deutschunterricht in Schulen
verboten. Eines
der wohl dunkelsten Kapitel in der Geschichte des Landes,
welches ebenso in diese Zeit fällt, war die Option. Jene
Jahre, in welchen sich die Südtiroler für den Verbleib in
der Heimat oder aber für die Auswanderung ins Deutsche Reich
entscheiden mussten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden den Südtirolern im Pariser
Vertrag autonome Rechte zugesichert und Österreich zur
Schutzmacht deklariert. Doch Italien setzte die vereinbarten
Bestimmungen nur zögerlich um. Die Folge war Hass und
Verbitterung, welche sich während der 60er-Jahre in
Sprengstoffanschlägen entlud. Erst nach der Ratifizierung
des Zweiten Autonomiestatuts (1972) entspannte sich die
Lage; 1992 erfolgte die offizielle Streitbeilegung zwischen
Österreich und Italien.
Heute genießt Südtirol, welches sich zu einem überaus
wohlhabenden Land entwickelt hat, eine weitreichende
Autonomie.
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