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Rosengarten Latemar
In König Laurins Rosengarten
Der Zwergenkönig Laurin lebte in einer Zeit, in der es weder Hass noch Krieg gab. Er besaß enorme Zauberkräfte und zu seinen größten Schatz zählte zum Einen eine Tarnkappe, die ihn unsichtbar machte, zum Anderen ein Zaubergürtel, durch welchem er die Kraft von 12 Männern annahm. Unzählige Rosen wuchsen vor Laurins Schloss. Diese dufteten so stark, dass sich auch die Leute im Tal daran erfreuten. Der Rosengarten reichte bis hin zur Seiser Alm und um ihn herum war ein goldener Faden gespannt. Der Zwergenkönig verliebte sich in Simhilde, die Tochter des Etschkönigs und entführte sie mithilfe der Tarnkappe in sein Reich. Um die Prinzessin zu befreien, bat man Dietrich von Bern um Hilfe. Dieser wusste gleich wo er zu suchen hatte, sah er doch vom Tal aus die Rosen so wunderschön leuchten. Er überwältigte Laurin nach einem Kampf und nahm ihn gefangen. Eines Tages konnte Laurin fliehen und erreichte über Umwegen wieder seinen Rosengarten. Er wusste natürlich, dass er wegen der Rosen von Dietrich wieder gefunden werden konnte und verfluchte seinen Garten. Weder am hellen Tag noch in dunkler Nacht sollte jemand die Rosen sehen. So wurde der gesamte Garten zu Fels und Stein. Aber König Laurin hatte die Dämmerung vergessen. So lebt an manchen Abenden, wenn die Felsen in der Abendsonne rot leuchten, die Erinnerung an Laurins Rosengarten wieder auf. |
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