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Südtirols Süden
Die Wasserfräulein
Einst war im Kalterer See ein Mann ertrunken. Sein Sohn fuhr auf den See hinaus und ein kleines grünes Männlein rief ihm zu mit in sein Haus zu kommen. Der junge Bursche fürchtete sich aber vor dem Männlein und hatte auch Angst im See zu ertrinken.
Das Männlein bemerkte dies und gab dem Burschen eine Floßfeder und sprach: „Nimm diese Feder und folge mir. So lange du sie bei dir trägst, kannst du nicht ertrinken“. So folgte der junge Mann dem Männlein der ihn tief in den See zu einem wunderschönen
Kristallhaus führte.
Als der junge Bursche plötzlich seinen Vater in einem kristallenen Kasten liegen sah, bat er das Männlein ihm doch die Leiche seines Vaters zurückzugeben. Daraufhin antwortete das Männlein, dass er diese haben kann wenn er es schafft die Leiche und seine Seele, die sich im Glas befindet, den bewachenden Fräulein zu entreißen. Das Männlein gab ihm dazu eine
Tarnkappe mithilfe dessen sich der Bursche unsichtbar machte.
Er begann eine wunderschöne Melodie zu singen und die
Wasserfräulein eilten herbei. Der Bursche nutzte diesen Augenblick, nahm die Leiche des Vaters mitsamt dem Glas und eilte davon. Am Ufer des Sees angekommen bemerkte er, dass sich eines der Fräulein an der Leiche seines Vaters angeklammert hatte. Er nahm das Seefräulein mit nach Hause und heiratete es kurze Zeit später. Und oft besuchte er noch das Männlein in seiner Kristallburg tief im See. |
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